Unser Konzept: Ganzheitlich. Geschützt. Genesen.
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Chefarzt Dr. med. Bodo Unkelbach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leitender Oberarzt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. Stefano Ragogna

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leitender Psychologe, Verhaltenstherapeut, Sexualtherapeut
Prof. Dr. Reinhard Maß

 

 

Ausbildung und beruflicher Werdegang Prof. Dr. R. Maß >>

Herr Prof. Maß arbeitet seit 2005 in unserem Haus. Er ist Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut (Verhaltenstherapie, Sexualtherapie)und leitet die Station 4.1 „Aaron T. Beck“.

Kurz-CV: Geboren in Hamburg. Psychologie-Diplom 1986, Promotion zum Dr. phil. 1991, Venia legendi als Privatdozent für das Fach Klinische Psychologie am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg 2000, Approbation als Psychologischer Psychotherapeut 2000, Zertifikat Sexualtherapie (DGfS) 2005, Verleihung der akademischen Bezeichnung "Professor" nach §17 des Hamburgischen Hochschulgesetzes durch die Universität Hamburg 2006

Sein aktueller wissenschaftlicher Arbeitsschwerpunkt ist die Erforschung psychotherapeutischer Änderungsprozesse bei stationären und ambulanten Behandlungen psychischer Störungen. Dabei stehen drei Konzepte im Vordergrund: Selbst-Differenzierung, Selbstverantwortung und Aggressionshemmung.

  • Selbst-Differenzierung meint die intraindividuelle Fähigkeit, auch unter Stress die Übersicht zu behalten, zwischen Gefühlen und Gedanken unterschieden zu können und zu wissen, wann man besser auf der emotionalen und wann auf der rationalen Ebene reagieren sollte. Interindividuell können selbst-differenzierte Personen sich auf enge, auch intime Beziehungen einlassen, ohne sich darin zu verlieren. Das Konzept ist das Kernstück der Familiensystemtheorie von Murray Bowen, es ist in Deutschland kaum bekannt, scheint aber bei der Behandlung psychischer Störungen von grundlegender Bedeutung zu sein, in dem Sinne, dass eine geringe Selbst-Differenzierung das Risiko für psychische Störungen erhöht und dass daher die Verbesserung der Selbst-Differenzierung ein allgemeines Psychotherapieziel sein muss.
  • Mit Selbstverantwortung ist eine innere Haltung gemeint, bei der ein Individuum die Verantwortung für das eigene Befinden, das eigene Verhalten und alle Konsequenzen, die sich daraus ergeben, akzeptiert. Selbstverantwortung ist die Voraussetzung für Autonomie und Persönlichkeitsentwicklung, sie hat somit in jeder Form von Psychotherapie zentrale Bedeutung. Bei der Behandlung von Paaren ist oft zu beobachten, dass beide Partner versuchen, die Verantwortung für sich selbst an den anderen zu delegieren und umgekehrt die Verantwortung für den Partner an sich zu ziehen. Daraus ergeben sich meistens Probleme: Ein Mangel an Selbstverantwortung in einer Partnerschaft führt zu einer emotionalen Verstrickung, die sich in erdrückender Enge oder in chronischem Streit und Symptomentwicklungen ausdrücken kann. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass Selbstverantwortung aus drei Faktoren zu bestehen scheint: Fremdbestimmung („Andere sind an meinem Unglück schuld“); Selbstbestimmung („Ich bestimme selbst, was ich tue oder lasse“); Orientierung an den Erwartungen anderer („Ich habe oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich jemandem eine Bitte abschlage“).
  • Aggressionshemmung. Aggression wird in der Öffentlichkeit, aber auch in Fachkreisen (z.B. in der Kinder- und Jugendpsychiatrie), zumeist mit Gewalttätigkeit und Kontrollverlust assoziiert, darum geht es hier aber ausdrücklich nicht. Mit Aggression ist hier ein Grundgefühl gemeint, welches in einer Reihe mit Freude, Angst, Neugier etc. steht und genau so wertvoll ist. Das Gefühl der Aggression wird – z.T. wegen des genannten öffentlichen Diskurses, vor allem aber wegen individueller prägender Erfahrungen (z.B. Gewalterfahrungen in der Kindheit) oft verteufelt, das Ergebnis ist eine Aggressionshemmung. Der freie Zugang zu und der freie Ausdruck der eigenen Aggression ist eine notwendige Voraussetzung für die adäquate Gestaltung stabiler sozialer Beziehungen ist, in denen es immer auch um Abgrenzung und das Einbringen eigener Interessen und Bedürfnisse geht. Personen mit gehemmter Aggression kommen oft zu kurz, machen sich zum Opfer und andere (ohne deren Wissen) zu Tätern, sammeln gerade dadurch ein Wutpotential an und werden krank. Für psychische Störungen und ihre Behandlung scheint die Reduktion der Aggressionshemmung genauso wichtig zu sein wie die Stärkung der Selbst-Differenzierung und die Übernahme von Selbstverantwortung.

Weitere Forschungsgebiete:

  • Psychopathologie und Neuropsychologie bei Schizophrenie
  • Evolutionspsychologie
  • Sexuelle Funktionsstörungen

 

Aktuelle Buchpublikationen:

Maß, R. & Bauer, R. (2016). Lehrbuch Sexualtherapie. Stuttgart: Klett-Cotta.

Maß, R. (2010). Diagnostik bei Schizophrenie und Schizotypie. Kompendien Psychologische Diagnostik. Göttingen: Hogrefe.

 

Psychologische Tests:

Maß, R. (2000). Eppendorfer Schizophrenie-Inventar (ESI). Göttingen: Hogrefe.

Kolbeck, S. & Maß, R. (2009). Skala zur Erfassung sozialer Angst und sozialer Kompetenzdefizite (SASKO). Göttingen: Hogrefe.

 

Aktuelle wissenschaftliche Kooperationspartner:

Medical School Hamburg

Akademie für Verhaltenstherapie Köln

Publikationen Prof. Dr. R. Maß >>

Verzeichnis von Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften (Auswahl):

Maß, R., Backhaus, K. Hestermann, D., Balzer, C. & Szelies, M. (in Vorbereitung). Inpatient treatment decreases depression but antidepressants may not contribute. A prospective real-world study. Eingereicht.

Maß, R., Schottke, M.-L., Borchert, A.-M., Ellermann, P.-M., Jahn, L.-M. & Morgenroth, O. (in Druck). Die deutsche Version des Differentiation of Self Inventory (DSI-G). Psychometrische Eigenschaften und Zusammenhänge mit Depressivität, Ängstlichkeit, Partnerschaftszufriedenheit und Bindungsstil. Erscheint in Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie.

Maß, R. (2018). Die Medikalisierung der Sexualität und ihrer Störungen. Sexuologie, 25, 61-70.

Maß, R. & Stieglitz, R.-D. (2017). Diagnostik bei Schizophrenie. Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie, 65, 83-93.

Maß, R. (2017). Diagnostik bei schizophrenen Störungen. In Stieglitz, R.-D. & Freyberger, H. J. (Hrsg.), Diagnostik in der Psychotherapie. Ein Praxisleitfaden. Stuttgart: Kohlhammer, 103-112.

Maß, R. & Briken, P. (2017). Evaluation of the Hamburg model of couple therapy in the treatment of low sexual desire and vaginismus. A prospective group comparison. Sexual and Relationship Therapy, 32, 46-57.

Maß, R. (2016). Zum Prinzip der Selbstverantwortung beim Hamburger Modell der Sexualtherapie. Eine Hypothese zur Erklärung der eingeschränkten Wirksamkeit des Hamburger Modells bei Störungen des sexuellen Verlangens. Familiendynamik, 41, 62-69.

Rump, M. J. & Maß, R. (2015). Die ambulante Versorgung von Personen mit sexuellen Funktionsstörungen auf dem Lande – ein „schlafender Hund“? Zeitschrift für Sexualforschung, 28, 22-35.

Maß, R., Bauer, R. & Briken, P. (2014). Das Hamburger Modell der Sexualtherapie. Evaluation der Intensivtherapien 1995-2011. Zeitschrift für Sexualforschung, 27, 352-370.

Maß, R. (2014). Das Hamburger Modell der Sexualtherapie für Paare. Kritische Analyse des Indikationsbereichs. Zeitschrift für Sexualforschung, 27, 150-160.

Bauer, R. & Maß, R. (2014). Sexualtherapie nach dem Hamburger Modell verändert die Beziehungsdynamik des Paares. Familiendynamik, 39, 22-29.

Krausz, M. & Maß, R. (2014). Stimmen und Stoff. In H. J. Freyberger & H. Dilling (Hrsg.), Fallbuch Psychiatrie. Kasuistiken zum Kapitel V(F) der ICD-10. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Bern: Huber, 255-262.

Maß, R., Burek, P. E. & Wolf, K. (2013). Prospektive Beschreibung des Verlaufs der psychopathologischen Symptome bei Schizophrenie. Evaluation der Kurzform des Eppendorfer Schizophrenie-Inventars (ESI-K). Nervenarzt, 84, 1104-1110.

Maß, R., Lincoln, T. M. & Wolf, K. (2012). Associations of the Beck Cognitive Insight Scale (BCIS) with poor insight, subjective experiences and depression. International Journal of Cognitive Therapy 5, 197-210.

Maß, R., Hölldorfer, M., Moll, B., Bauer, R. & Wolf, K. (2009). Why we haven´t died out yet. Changes of women´s emotional reactions to visual erotic stimuli during menstrual cycle. Hormones and Behavior 55, 267-271.

Maß, R. (2009). Das Eppendorfer Schizophrenie-Inventar (ESI) als methodischer Ansatz in der High-Risk- und Schizotypieforschung. Diagnostica 55, 153-159.

Maß, R., Moll, B., Hölldorfer, M., Wiedemann, K, Richter-Appelt, H., Dahme, B. & Wolf, K. (2008). Effects of the premenstrual syndrome on facial expressions of sadness. Scandinavian Journal of Psychology 49, 293-298.

Maß, R., Bauer, R. & Wolf, K. (2008). Zyklusabhängigkeit mimischer Reaktionen auf erotische Bilder. Eine EMG-Studie zur Evolutionspsychologie der Sexualität. Zeitschrift für Sexualforschung 21, 76-87.

Maß, R., Sommerlad, K., Weber, C., Bauer, R. & Fischer, G. (2008). Zur evolutionspsychologischen Bedeutung sexualmoralischer Überzeugungen von Männern. Sexuologie 15, 104-112.

Maß, R., Girndt, K., Matouschek, A.-K., Peter, P. M., Plitzko, N., Andresen, B., Haasen, C. & Dahme, B. (2007). Introducing the Eppendorf Schizophrenia Inventory (ESI) as a psychometric method for schizotypy reseach. Personality and Individual Differences 42, 525-534.

 

 

 

 

 

 

 

Oberarzt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Innere Medizin Schwerpunkt: „Tagesklinik Karl-Jaspers“
Christian Wiegandt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberärztin Zentrale Aufnahmeambulanz, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Heidi Unkelbach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberarzt Station Hans Lungwitz, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Allgemeinmedizin
Thomas Böhm