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24.09.2018

"Leben retten ist nicht schwer"

"Prüfen - rufen - drücken": diese drei Schlagworte sind die zentrale Botschaft von Intensivmedizinerin Tanja Ammermann an 60 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Hülsenbusch. Die Assistenzärztin in der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Kreiskrankenhaus Gummersbach hat gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen für die Dritt- und Viertklässler anlässlich der bundesweiten Woche der Wiederbelebung ein Reanimationstraining sowie Führungen durch die Rettungswache und das Krankenhaus organisiert.

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Vom 17. bis 23. September weist die Woche der Wiederbelebung auf die lebensrettenden Reanimationsmaßnahmen bei einem Herzstillstand hin. Tanja Ammermann, selbst Mutter von zwei Kindern, ist davon überzeugt, dass die Grundschüler nach dem Wiederbelebungstraining in Notfallsituationen helfen werden. "Ein Leben retten ist nicht schwer, nur ein bisschen anstrengend", erklärt die Ärztin den Jungen und Mädchen. "Leider haben Erwachsene oft Angst zu helfen." Weit über 50.000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand, wie auf der Aktions-Homepage www.einlebenretten.de nachzulesen ist.

Tanja Ammermann gibt den Kindern eine Einführung in die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems. Die Intensivmedizinerin erklärt wie wichtig schnelle Hilfe ist, denn das Gehirn beginnt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand bereits nach nur 3 bis 5 Minuten ohne Blutfluss unwiederbringlich zu sterben. Unterstützt von Medizinstudent Jannik Stemler trainieren die Kinder die Herz-Druck-Massage. Wie ein Notruf getätigt wird, steht auch auf dem praxisnahen Unterrichtsprogramm. Tanja Ammermann hat dank der guten Kontakte ihres Mannes, der im Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises tätig ist, an diesem Tag eine Leitung in die Rettungsleitstelle. Wie bei einem realen Notfall befragt der Mitarbeiter der Rettungsleitstelle die Kinder am Telefon, was passiert ist und gibt Verhaltenstipps. Auch bei Katrin Brüninghaus, Auszubildende zum Notfallsanitäter, lernen die Kinder im Notfall die 112 zu wählen. Katrin Brüninghaus ist zurzeit an der Rettungswache am Kreiskrankenhaus Gummersbach stationiert und hat sich den Vormittag Zeit genommen, um allen 60 Schülerinnen und Schülern die Wache und die Rettungsfahrzeuge zu zeigen. Eine Führung mit Dilan Kut, Assistentin der Pflegedienstleitung, vom Keller bis zur 9. Etage des Kreiskrankenhauses runden den Tag der Wiederbelebung in Gummersbach ab. Für den tollen Einsatz belohnt der Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, PD Dr. Matthias Paul, die Nachwuchsretter mit Urkunden.

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