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19.05.2022

Innovativer Schlafsack zur Lichttherapie bei Neugeborenen-Gelbsucht

Dass Neugeborene mit Gelbsucht auf die Welt kommen, passiert relativ häufig. Rund 60 Prozent der Neugeborenen haben in den ersten Tagen nach der Geburt einen erhöhten Bilirubin-Wert im Blut. Dass die Säuglinge aber die hilfreiche Lichttherapie auf Mamas Arm in einem kuscheligen Schlafsäckchen förmlich genießen können – das ist etwas Besonderes.

Dank der Finanzierung durch den Förderverein der Kinderklinik können Neu- und Frühgeborene in der Kinderklinik am Kreiskrankenhaus Gummersbach seit dieser Woche im so genannten BiliCoocon mit der Lichttherapie behandelt werden. Eingehüllt in den innovativen Schlafsack können die Babys ganz entspannt über mehrere Stunden mit den Eltern kuscheln und nebenbei wird die Gelbsucht therapiert. „Wir fördern Körperkontakt zwischen Eltern und Neugeborenen und sind deshalb so begeistert von dem BiliCoocon“, berichtet Oberarzt Dr. Guido Weißhaar, der auf der Frühgeborenen-Intensivstation den Schlafsack getestet hat. „Wir waren Schock-verliebt in den Schlafsack“, berichten er und Stationsleiterin Sabine Cramer von der Testphase.  Normalerweise liegen die Neugeborenen unter einer speziellen Lampe für die Lichttherapie und können in dieser Zeit nicht gestillt oder zum Kuscheln auf den Arm genommen werden.

Die komfortable Art der Lichttherapie hat ihren Preis: 8500 Euro kostet der Schlafsack. „Der BiliCoocon entspricht den hohen Anforderungen eines Medizinprodukts, was sich im Preis niederschlägt“, erklärt der Kinderarzt. 1100 Euro steuert der Schützenbund Oberberg aus einer Spendensammlung bei den oberbergischen Schützenvereinen bei. Die Präsidenten des Schützenbundes Klaus Büser und Thomas Töpfer überreichten den Spendenscheck an die Vorsitzende des Fördervereins Ina Albowitz-Freytag, Dr. Weißhaar und Sabine Cramer, die sich sehr über die Unterstützung freuten.

„Weitere 500 Euro hatte uns der Schützenbund schon im vergangenen Jahr gespendet. Diese Spende fließt nun ebenfalls in die Anschaffung des Schlafsäckchens“, berichtet Ina Albowitz-Freytag und bedankte sich herzlich bei den Schützen. „Wenn wir Kindern und Eltern helfen können, dann haben wir alles erreicht, was uns alle im Förderverein antreibt“, freut sich die Vorsitzende über die glücklichen Gesichter von Kinderarzt und Stationsleiterin.

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