Im HNO des Klinikum Oberberg werden modernste Untersuchungstechniken und das komplette Spektrum konservativer und operativer Therapieverfahren eingesetzt.

Computergestütztes Operieren

Als eine der ersten HNO-Kliniken in Deutschland konnten wir 2003 das computergestützte Operieren einführen.
Mit dieser neuen Technologie stellte das Unternehmen BRAINLAB den Kliniken ein hochspezialisiertes dreidimensionales Computersystem zur Verfügung. Dem Operateur wird hierdurch eine wesentlich präzisere Führung der Instrumente ermöglicht.
Wie bei einem GPS werden das gesamte Operationsgebiet und die momentane Positionierung der Instrumente auf dem Monitor sichtbar. Der gesamte Operationsverlauf wird mit diesem Monitoring dargestellt. Durch diesen „Blick ins Innere“ kann dem Patienten ein hohes Maß an Sicherheit geboten werden. Schwierige Operationsgebiete mit s.g. Risikostrukturen wie z. B. Sehnerv können sichtbar gemacht werden.
Um dieses System bei einem Patienten einsetzen zu können, muss im Vorfeld eine Computertomographie durchgeführt werden. Das Navigationssystem wird dann mit diesen Daten „gefüttert“.
Auf dem Monitor wird dann ein genaues dreidimensionales Abbild des Patienten sichtbar.

Chirurgie der Nasennebenhöhlen: Minimal-invasive Operationen mit Computernavigation >>

Zur operativen Behandlung von chronischer Nebenhöhlenentzündung und insbesondere bei anatomischen Besonder­heiten, Tumoren der Nasennebenhöhlen und bereits voroperierten Nasennebenhöhlen setzen wir die computergestützte Navigation ein. Das Navigationssystem lenkt den Arzt durch die einzelnen Operationsschritte in den verschiedenen Bereichen des menschlichen Körpers. Bei Operationen im HNO-Bereich weist es dem Operateur den Weg an wichtigen Gefäßen und Nerven vorbei. Somit leistet das System wichtige visuelle Hilfestellung und bietet ein Maximum an Sicherheit während des Eingriffs.

Wie verläuft die navigierte Operation? >>

Während der Operation verfolgt die Infrarot-Kamera des Navigationssystems die Bewegungen des Patienten sowie der chirurgischen Instrumente, die der Chirurg einsetzt. Das BRAINLAB-System errechnet dabei ein Live-Bild aus dem CT-Datensatz und der Lage der Instrumente (Endoskope). So kann der Arzt während des Eingriffs auf dem Computermonitor des Navigationssystems verfolgen, wo sich seine Instrumente gerade befinden und bereits vorher sehen, wo Hindernisse wie Nerven oder Gefäße verlaufen. Im Bereich des Gehirns, der Augen, Nerven und Gefäße kann jetzt millimetergenau operiert werden, ohne dabei wichtige Strukturen zu verletzen.

Einen großen Vorteil sehen wir darin, dass das kompakte Navigationssystem von BRAINLAB schnell, einfach und zuverlässig einsetzbar ist. Bislang haben wir zahlreiche Patienten mit diesem System behandelt. Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass wir mit Hilfe dieser Technologie wesentlich genauer und sicherer operieren können als mit herkömmlichen Techniken. Gerade bei Nasennebenhöhlenoperationen, wo wir meist durch die Nase in der Nähe von wichtigen Strukturen und Gefäßen operieren, macht es die Operationen wesentlich einfacher. Für den Patienten bedeutet dies verbesserte Ergebnisse und schnellere Heilung.
Chefarzt Dr. Holger Migdal