20 Jahre Herz-CT
Am 31. August 2006 wurde am Krankenhaus Waldbröl das erste Herz-CT durchgeführt. Was damals als hochspezialisierte Untersuchung begann, ist heute fester Bestandteil der modernen kardiologischen Diagnostik – und ein eindrucksvolles Beispiel für die medizinische Expertise und kontinuierliche Weiterentwicklung am Standort Waldbröl.
2006 startete die kardiale CT-Diagnostik in Waldbröl mit einem 40-Zeilen-CT. Von 2011 bis 2022 stand ein leistungsfähiges Dual-Source-CT mit zwei Röntgenröhren zur Verfügung. Dessen Anschaffung wurde durch eine großzügige Spende der Firma SARSTEDT ermöglicht. Seit 2022 kommt ein moderner 128-Zeilen-CT-Scanner zum Einsatz. Mit jeder Gerätegeneration haben sich Bildqualität und Strahlendosis deutlich verbessert. Moderne CT-Systeme ermöglichen heute wesentlich detailreichere und bewegungsärmere Aufnahmen der Herzkranzgefäße – bei gleichzeitig deutlich geringerer Röntgenexposition. Wie groß der technische Fortschritt ist, zeigt der Vergleich des ersten Herz-CTs von 2006 mit einer aktuellen Untersuchung besonders eindrucksvoll.
Die Strahlendosis einer Herz-CT-Untersuchung liegt heute knapp unter der typischen Dosis einer Herzkatheteruntersuchung – bei gleichzeitig deutlich geringerer Invasivität.
Lange Zeit war die CT-Darstellung der Herzkranzgefäße im ambulanten Bereich vor allem Privatpatientinnen und -patienten sowie Selbstzahlenden vorbehalten. Seit diesem Jahr steht die Untersuchung nun auch gesetzlich Versicherten zur Verfügung und ist fest in den aktuellen medizinischen Leitlinien verankert. Die Folge: Die Untersuchungszahlen sind innerhalb kurzer Zeit deutlich gestiegen. Der entscheidende Vorteil des Verfahrens: Bei vielen Patientinnen und Patienten kann mit vergleichsweise geringer Strahlendosis eine relevante Erkrankung der Herzkranzgefäße zuverlässig ausgeschlossen werden. Ein invasiver Herzkathetereingriff lässt sich dadurch in geeigneten Fällen vermeiden.
Auch im stationären Bereich gewinnt die kardiale CT zunehmend an Bedeutung. In enger Zusammenarbeit zwischen der Radiologie unter Leitung von Dr. Markus Spanagel und der Kardiologie unter Leitung von Professor Dr. Vedat Tiyerili werden immer mehr stationäre Patientinnen und Patienten mittels Herz-CT untersucht – sowohl zur Darstellung der Herzkranzgefäße als auch zur Planung von Herzklappenoperationen.
Damit hat sich die Rolle des Herz-CTs in Waldbröl innerhalb von zwei Jahrzehnten grundlegend verändert: Aus einer seltenen Spezialuntersuchung ist ein modernes Standardverfahren geworden, das heute mehrmals täglich zum Einsatz kommt.
Das Angebot ist dabei nicht auf Waldbröl beschränkt. Auch am Standort Gummersbach kann die Untersuchung in der Radiologie unter der Leitung von Dr. Achim Müller durchgeführt werden.

Seite Drucken
Verschicken
Merken