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27.05.2026

Nähe zu kranken Kindern auch nachts

Große Freude auf der Kinderstation des Kreiskrankenhauses Gummersbach: Der Förderverein des Mutter-Kind-Zentrums hat zwölf neue Elternbetten angeschafft und dafür Spenden in Höhe von 23.000 Euro gesammelt. Die hochwertigen Klappbetten ermöglichen es Eltern, während des Krankenhausaufenthalts nachts bei ihren Kindern zu bleiben und ihnen Trost und Geborgenheit zu schenken.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Ina Albowitz-Freytag, übergab die neuen Elternliegen an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats des Klinikum Oberberg, Landrat Klaus Grootens, den Geschäftsführer des Klinikum Oberberg, Sascha Klein, den Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Roland Adelmann, Kinderärztin Tabea Ens sowie die stellvertretende Stationsleiterin Maike Holländer.

„Die schlechten Meldungen über das Gesundheitssystem in Deutschland reißen nicht ab. Wir als Förderverein versuchen gegenzusteuern, wo wir können“, erklärte Ina Albowitz-Freytag. Dank engagierter Sponsorinnen und Sponsoren habe sie in den vergangenen zehn Jahren ihrer Tätigkeit als Vorsitzende noch keine Absage erhalten. Bereits vor zwei Jahren hatte der Förderverein die ersten neun Elternliegen auf der Kinderstation ausgetauscht. Mit den nun angeschafften zwölf Betten ist ein weiterer großer Schritt geschafft. Sechs Elternbetten fehlen noch, dann sei der komplette Austausch gestemmt, berichtete Albowitz-Freytag.

Landrat Klaus Grootens bedankte sich herzlich für die großzügige Spende: „Ich bin nicht nur Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat, sondern auch Vater, dem es wehtut, wenn das eigene Kind krank ist. Da sein, Nähe schenken und Trost spenden, ist für ein krankes Kind von unschätzbarem Wert.“ Das freiwillige finanzielle Engagement der Spenderinnen und Spender sei sowohl für die Gemeinschaft als auch besonders für die Kleinsten und Verletzlichsten von großer Bedeutung.

Auch Geschäftsführer Sascha Klein hob die Bedeutung der Neuanschaffung hervor: „Diese Elternbetten sind ein Komfortmerkmal für unsere Kinderklinik.“ Seit Jahrzehnten könne das Krankenhaus lediglich etwa ein Drittel der notwendigen Anschaffungen aus Landesmitteln finanzieren. Deshalb sei man sehr dankbar für die Unterstützung durch den Förderverein. Mit Blick auf die aktuelle Lage im Gesundheitswesen erklärte Klein: „Das aktuelle GKV-Stabilisierungsgesetz ist eine milliardenschwere Streichliste, die das gesamte Gesundheitssystem belastet. Für freiwillige Ausgaben bleibt nichts übrig.“

Chefarzt Dr. Roland Adelmann freut sich ebenfalls über die neuen Schlafmöglichkeiten für Eltern: „Die alten Betten hatten teilweise noch Jugendherbergscharme.“ Dank der neuen Elternliegen könnten Eltern ihre Liege direkt an das Patientenbett anschieben. So entstünden mehr Nähe, Geborgenheit und Sicherheit für die kleinen Patientinnen und Patienten während ihres Krankenhausaufenthalts.

Der Förderverein des Mutter-Kind-Zentrums unterstützt seit vielen Jahren die Kinderklinik des Kreiskrankenhauses Gummersbach mit zusätzlichen Anschaffungen und Projekten, die über die reguläre Finanzierung hinausgehen und unmittelbar den jungen Patientinnen und Patienten sowie ihren Familien zugutekommen. Infos über den Förderverein finden Sie auf der Internetseite des Vereins.

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