Verschiedene Perspektiven auf den Darm

Das Thema Darmgesundheit ruft viele Fragen hervor, die beim Info-Abend "Gesunder Darm - gesundes Leben" von Experten beantwortet wurden. Die Besucherinnen und Besucher folgten am Mittwoch, 11. März, der Einladung des Darmzentrums Oberberg und der Volksbank Oberberg zum Info-Abend ins Forum Gummersbach. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Prävention, Früherkennung und moderne Behandlungsmöglichkeiten von Darmkrebs.
Die Expertinnen und Experten des Klinikums Oberberg vermittelten in verständlichen Vorträgen aktuelles medizinisches Wissen und gaben praktische Tipps für den Alltag. Viele Gäste nutzten im Anschluss die Gelegenheit, mit den Referenten persönlich ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen – etwa zu Behandlungsmöglichkeiten bei Darmentzündungen und chronischen Darmerkrankungen, zu modernen Therapieverfahren oder zu aktuellen Medikamenten.
Dr. Albrecht Kendel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, erläuterte, welche Risikofaktoren Darmkrebs begünstigen können und wie sich das persönliche Risiko durch Vorsorgeuntersuchungen und einen gesunden Lebensstil deutlich senken lässt. Dabei betonte er besonders die Bedeutung der Früherkennung.
Wie Darmkrebs heute behandelt wird, erklärte Prof. Stefan Saad, Leiter des Darmzentrums Oberberg und Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Er stellte moderne Therapieverfahren vor und zeigte auf, welche Vorteile die Behandlung in einem spezialisierten Darmzentrum für Patientinnen und Patienten bietet.
Praktische Tipps für eine darmgesunde Ernährung gab Dorothee Richter, Diätassistentin im Klinikum Oberberg. Sie erklärte, wie Ernährung die Darmgesundheit positiv beeinflussen kann, die Rolle des Darmmikrobioms und wie Betroffene ihren Genesungsprozess durch eine angepasste Ernährung unterstützen können. Passende Rezepte zum Mitnehmen rundeten ihren Vortrag ab.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des bundesweiten Darmkrebsmonats März statt, der seit vielen Jahren auf Initiative der Felix Burda Stiftung der Aufklärung über Darmkrebs dient. Denn trotz moderner Behandlungsmöglichkeiten bleibt die Vorsorge entscheidend: Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Jährlich erkranken rund 55.000 Menschen neu, etwa 22.000 sterben an den Folgen der Erkrankung. Gleichzeitig gilt: Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen lassen sich Vorstufen oft frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln.


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