ITS in Gummersbach als besonders angehörigenfreundlich zertifiziert
Die Interdisziplinäre Intensivstation des Kreiskrankenhauses Gummersbach ist von der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e. V. (DGF) als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ zertifiziert worden. Die Auszeichnung bestätigt die konsequente Ausrichtung der Station auf eine moderne Intensivversorgung, die medizinische und pflegerische Exzellenz mit Menschlichkeit, Transparenz und einer aktiven Einbindung von Angehörigen verbindet:
Der Aufenthalt auf einer Intensivstation stellt für Patientinnen und Patienten ebenso wie für ihre Angehörigen häufig eine belastende Ausnahmesituation dar. Neben einer hochqualifizierten medizinischen Behandlung gewinnen Orientierung, verständliche Kommunikation und emotionale Unterstützung in dieser Zeit besondere Bedeutung. Die zertifizierte Angehörigenfreundlichkeit trägt diesem Anspruch Rechnung und versteht Angehörige als wichtige Bezugspersonen im Behandlungs- und Genesungsprozess.
„Die Zertifizierung ist eine besondere Anerkennung für das Engagement unseres gesamten Teams“, sagt Thomas Wolbert, pflegerischer Leiter der Intensivstation am Kreiskrankenhaus Gummersbach. „Unser Anspruch ist es, hochprofessionelle Intensivmedizin mit Menschlichkeit zu verbinden. Dazu gehört für uns selbstverständlich, Angehörige in schwierigen Situationen verlässlich zu begleiten und – soweit möglich – aktiv einzubeziehen.“
Dieser Anspruch bildet die Grundlage einer Qualitätsinitiative zur angehörigenfreundlichen Intensivversorgung, die in den vergangenen Monaten auf der Station umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Angehörige werden dabei als wichtige Partner im Behandlungsprozess verstanden. Sie geben Halt, schaffen Orientierung und können dazu beitragen, Ängste zu reduzieren sowie die Genesung der Patientinnen und Patienten zu unterstützen. Gleichzeitig benötigen auch sie verlässliche Informationen, feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie einen Rahmen, der Sicherheit vermittelt.
Die DGF-Zertifizierung bestätigt, dass die Intensivstation in Gummersbach definierte Qualitätskriterien einer angehörigenfreundlichen Versorgung erfüllt. Dazu zählen unter anderem flexible Besuchsmöglichkeiten nach individueller Absprache, transparente Kommunikationsstrukturen, Unterstützungsangebote für Bezugspersonen sowie geeignete organisatorische und räumliche Rahmenbedingungen. Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Berufsgruppen haben gemeinsam bestehende Strukturen weiterentwickelt und die Perspektive von Angehörigen noch stärker in den Stationsalltag integriert.
„Angehörige leisten einen wichtigen Beitrag für das Wohlbefinden und die Orientierung von Patientinnen und Patienten“, erläutert Adina Piek-Soloschenko, Gesundheits- und Krankenpflegerin, die die Qualitätsinitiative gemeinsam mit ihren Kolleginnen Maria Thießen, Nadine Schmidt und Ina Lüsebrink maßgeblich begleitet hat. „Unser Ziel ist es, medizinische Sicherheit, pflegerische Qualität und menschliche Nähe bestmöglich miteinander zu verbinden.“ Ihre Kollegin Maria Thießen ergänzt: „Besonders gefreut hat uns die große Unterstützung innerhalb des Hauses – auch durch Geschäftsführung und Pflegedirektion. So konnte unter anderem ein eigener Wartebereich mit Kindermöbeln und Beschäftigungsangeboten geschaffen werden. Das unterstreicht unseren Anspruch, auch Kinder als Angehörige mitzudenken und ihnen Besuche nach individueller Abstimmung zu ermöglichen.“
„Diese Auszeichnung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Leistung vieler Berufsgruppen“, betont PD Dr. med. Matthias Paul, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Kreiskrankenhaus Gummersbach. „Sie verdeutlicht, dass Qualität in der Intensivmedizin weit über medizinische Kennzahlen hinausgeht. Entscheidend ist auch, wie wir Patientinnen, Patienten und ihre Familien in herausfordernden Lebenssituationen begleiten.“
Mit der Zertifizierung unterstreicht das Kreiskrankenhaus Gummersbach seinen Anspruch, eine patienten- und familienorientierte Intensivversorgung auf hohem Niveau anzubieten. Angehörige sollen sich jederzeit willkommen, informiert und begleitet fühlen – insbesondere in Situationen, die von Unsicherheit und Sorge geprägt sind. Die Auszeichnung macht deutlich, dass moderne Intensivmedizin weit mehr umfasst als medizinische und technische Spitzenleistungen: Sie lebt von einer Versorgung, die den Menschen und sein persönliches Umfeld gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.

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