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24.08.2026

Starke Perspektive für die hausärztliche Versorgung

Anfang Oktober startet auf dem Gelände des Kreiskrankenhauses Waldbröl das neue hausärztliche Medizinische Versorgungszentrum (MVZ). Mit der Fachärztin für Allgemeinmedizin Heike Gutermuth entsteht ein zusätzliches Versorgungsangebot für die Menschen im südlichen Oberbergischen Kreis – mit kurzen Wegen und einer engen Anbindung an die Kliniken des Kreiskrankenhauses.

Die hausärztliche Versorgung steht bundesweit vor großen Herausforderungen. Auch im Oberbergischen Kreis macht sich der zunehmende Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten bemerkbar – besonders im südlichen Kreisgebiet. Mit dem neuen hausärztlichen MVZ in Waldbröl schaffen der Oberbergische Kreis und das Klinikum Oberberg gemeinsam mit ihren Partnern ein zusätzliches Angebot, das die bestehenden hausärztlichen Strukturen in der Region ergänzen wird „Aus einer gemeinsamen Idee wird ein tatsächliches Versorgungsangebot für die Menschen hier vor Ort“, sagt Sascha Klein, Geschäftsführer des Klinikums Oberberg. „Wir reden heute nicht mehr über ein Konzept – wir haben die Voraussetzungen geschaffen, damit Versorgung stattfinden kann.“

Die gebürtige Troisdorferin Heike Gutermuth studierte Humanmedizin an der Universität Bonn und war unter anderem am Universitätsklinikum Bonn sowie an den Katholischen Kliniken Oberberg in Engelskirchen tätig. Zuletzt arbeitete sie als Fachärztin für Allgemeinmedizin in einer Praxis in Rösrath. „Wir werden mit dieser Praxis von Null starten. Ich freue mich darauf, alles zu strukturieren und aufzubauen“, sagt Gutermuth. Gemeinsam mit dem Team der MVZ Oberberg GmbH laufen derzeit die letzten Vorbereitungen für den Praxisstart.

„Entscheidend sind am Ende die Menschen, die hier Medizin machen“, betont Sascha Klein. Ein besonderer Vorteil der neuen hausärztlichen Versorgung ist die direkte Nähe zu den Kliniken und Fachabteilungen des Kreiskrankenhauses Waldbröl. Benötigen Patientinnen und Patienten eine weiterführende oder spezialisierte Diagnostik, können sich die Ärztinnen und Ärzte des MVZ eng mit den Kolleginnen und Kollegen im Krankenhaus abstimmen. Damit bietet der Standort gute Voraussetzungen, ambulante und stationäre Medizin stärker miteinander zu vernetzen und vorhandene medizinische Expertise gemeinsam zu nutzen. Gleichzeitig soll das MVZ ausdrücklich keine Konkurrenz zu den niedergelassenen Hausarztpraxen darstellen, sondern die bestehenden Angebote ergänzen und eng mit den Praxen der Region zusammenarbeiten.

Auch Landrat Klaus Grootens sieht in dem hausärztlichen MVZ einen wichtigen Schritt, um die Versorgung insbesondere im südlichen Oberbergischen Kreis nachhaltig zu stärken. Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und weiteren Partnern wird damit ein neuer Weg beschritten, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Waldbröls Bürgermeisterin Larissa Weber begrüßt den neuen Standort ebenfalls: „Eine gute medizinische Versorgung gehört zu einer lebenswerten Stadt und ist für Menschen aller Altersgruppen von Bedeutung.“ Das MVZ sei ein starkes Signal für Waldbröl und die gesamte Region.

Dabei richtet sich der Blick bereits über den Start im Oktober hinaus. Perspektivisch soll der Standort weiterentwickelt und auch die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin ermöglicht werden. Junge Ärztinnen und Ärzte sollen künftig den ambulanten Teil ihrer Weiterbildung in Waldbröl absolvieren können und so frühzeitig für eine hausärztliche Tätigkeit in der Region gewonnen werden. „Wir wollen hier nicht nur heute Versorgung anbieten, sondern auch einen Ort schaffen, an dem hausärztlicher Nachwuchs für die Region ausgebildet werden kann“, so Sascha Klein. Es damit nicht nur eine zusätzliche hausärztliche Anlaufstelle, sondern ein langfristig angelegtes Projekt für eine starke und vernetzte medizinische Versorgung in Waldbröl und im südlichen Oberbergischen Kreis.

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