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09.02.2026

Geburt so sanft wie möglich und so sicher wie nötig

Das Kreiskrankenhaus Gummersbach erweitert sein geburtshilfliches Angebot: Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe hat zu Jahresbeginn einen hebammengeleiteten Kreißsaal eingeführt. Damit schafft das Krankenhaus eine zusätzliche Geburtsoption für Frauen mit risikoarmer Schwangerschaft, die sich eine möglichst natürliche und selbstbestimmte Geburt wünschen – bei gleichzeitiger Sicherheit der klinischen Infrastruktur.

Fast 98 Prozent aller Kinder in Deutschland werden heute in einer Geburtsklinik geboren. Gleichzeitig wünschen sich viele Schwangere eine Geburt mit möglichst wenigen medizinischen Eingriffen, einer kontinuierlichen und zugewandten Betreuung sowie der Gewissheit, dass im Fall von Komplikationen sofort ärztliche Hilfe zur Verfügung steht. Der hebammengeleitete Kreißsaal trägt genau diesen Bedürfnissen Rechnung.

Der hebammengeleitete Kreißsaal ergänzt den bestehenden ärztlich geleiteten Kreißsaal und ersetzt diesen nicht. Die Geburt wird dort eigenverantwortlich von erfahrenen Hebammen betreut. Ärztinnen und Ärzte stehen jederzeit bereit und können bei medizinischer Notwendigkeit oder auf Wunsch der Gebärenden unmittelbar hinzugezogen werden.

„Ziel des Konzepts ist eine interventionsarme Geburt mit hoher Betreuungskontinuität in ruhiger Atmosphäre – verbunden mit der Sicherheit eines Krankenhauses im Hintergrund“, erklärt Dr. Anja Weishap, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Frauen, deren errechneter Geburtstermin im März 2026 oder später liegt, können sich bereits jetzt für eine Geburt im hebammengeleiteten Kreißsaal anmelden. Voraussetzung ist eine risikoarme Schwangerschaft, die anhand eines interdisziplinären Kriterienkatalogs beurteilt wird.

Im Vorfeld finden zwei ausführliche Hebammensprechstunden statt, in denen ausreichend Zeit für Gespräche, Wünsche und die individuelle Geburtsplanung bleibt. Auch im Wochenbett bleiben die Hebammen zentrale Ansprechpartnerinnen: Die Nachsorge und Visiten auf der Wöchnerinnenstation werden durch das Hebammenteam übernommen.

Neben der Versorgung der Mutter ist auch die Versorgung des Neugeborenen gesichert durch die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit der rund um die Uhr Betreuung durch Kinderärztinnen und –Ärzte und der Frühgeborenen-Intensivstation.

„Der hebammengeleitete Kreißsaal ist ein Gewinn für Eltern und Klinik“, sagt die Leitende Hebamme Sofia Mazzarelli. Mit dem neuen Kreißsaal stärkt das Kreiskrankenhaus Gummersbach nicht nur sein geburtshilfliches Profil, sondern auch die Arbeitsbedingungen für Hebammen. „Wir freuen uns darauf, noch mehr Familien eine positive Geburtserfahrung ermöglichen zu können“, sagt die Hebamme. Chefärztin Dr. Weishap fügt hinzu: „Der hebammengeleitete Kreißsaal ist ein wichtiger Schritt, um die Geburtshilfe zukunftsfähig zu gestalten.“

Informationen und Termine für die Hebammensprechstunde erhalten interessierte Schwangere im Kreißsaal unter der Telefonnummer 02261/ 17-1928 sowie auf der Internetseite der Geburtshilfe.

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