Schlaf ist eine wesentliche Voraussetzung für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Und doch gehören Schlafstörungen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in der Bevölkerung. Ca. 25% der Erwachsenen leiden an Schlafstörungen, und über 10% erleben ihren Schlaf häufig oder dauerhaft als nicht erholsam. Erholsamer Schlaf aber ist die Basis für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Ist ein Mensch schlapp, antriebslos oder dauermüde, kann das ein Hinweis darauf sein, dass sein Nachtschlaf durch Schlafstörungen beeinträchtigt wird.

Häufige Symptome sind:

  • Unregelmäßiges, z.T. lautes Schnarchen
  • Nächtliche Atemstörungen/Atempausen
  • Tagesmüdigkeit und Einschlafneigung am Tag
  • Morgendliche Kopfschmerzen
  • Depression, Nervosität, Reizbarkeit
  • Erhöhter Blutdruck/Herzrhythmusstörungen

Das Schlaflabor in Waldbröl - angegliedert an die Klinik für Innere Medizin, Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin - besitzt sechs Schlafzimmer mit modernsten Messgeräten. Der ärztliche Leiter, Dr. med. Matthias Feiler, und sein Team um Stationsleiterin Heidi Busse diagnostizieren in ihrem Schlaflabor bei jährlich mehr als 800 Patientinnen und Patienten alle Formen des nicht erholsamen Schlafes.

Die eigentliche Schlafuntersuchung findet während der Nacht statt und umfasst die Messung bzw. Aufzeichnung und Überwachung von Schlaf und Atmung/Kreislauf über moderne Computeranlagen. Gemessen werden Schlaftiefe, Schlafverlauf und Schlafqualität. Häufig wird auch eine Videoaufzeichnung durchgeführt, um besondere nächtliche Verhaltensweisen wie beispielsweise Schlafwandeln aufzuzeichnen. Nach den Aufzeichnungen im Schlaflabor wird das Datenmaterial in Bezug auf die verschiedenen Schlafphasen und pathologischen Faktoren, z.B. die häufig auftretenden schlafbezogenen Atemstörungen, ausgewertet.

Eine Nacht im Schlaflabor

Nach einer Voruntersuchung zu Hause (Polygraphie) und einem Gespräch mit dem Arzt bekommen Sie einen Termin zur Untersuchung im Schlaflabor, in der Regel für zwei aufeinanderfolgende Nächte. In einem ausführlichen Anschreiben werden Sie über alle Details informiert

Sie benötigen:

  • Ihre Versichertenkarte und Ihre Vorbefunde
  • Schlafanzug, Zahnbürste, Handtuch und Duschhandtuch, usw.
  • Regelmäßig einzunehmende Medikamente
  • Evtl. Lesematerial
  • Wenn Sie möchten, Ihr „Lieblingskopfkissen“
  • Falls schon vorhanden, Ihr Gerät und Ihre Maske

Ihren Aufenthalt verbringen Sie in einem komfortablen Einzelzimmer. Die technischen Geräte befinden sich verborgen in einem Nachtschrank und in der Auswertungszentrale, in der während der ganzen Nacht eine Mitarbeiterin anwesend ist. Sie schlafen allein und völlig ungestört. Wenn Sie nachts Hilfe benötigen, steht Ihnen ein Mitarbeiter immer zur Verfügung. Nach der Auswertung am Vormittag werden die Ergebnisse mit Ihnen besprochen. In der 2. Nacht wird falls dies nötig sein sollte eine Therapie eingeleitet.

 

Leitende Medizinisch-Technische Fachangestellte für Schlafmedizin
Heidi Busse
Medizinisch-Technische Fachangestellte für Schlafmedizin
Anke Linnig-Osenberg