Ziel der Weiterbildung sind nicht „Wunderheiler“, wie es einmal ein Patient ausdrückte, sondern Ärztinnen und Ärzte, die Teamwork beherrschen und ihren Patienten sowie deren Familien weiterhelfen können.

Die Klinik misst der Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten für das Fachgebiet große Bedeutung zu, was mit entsprechenden Bemühungen um gute Qualität einhergeht. Mit der gleichen Motivation werden auch Praktika für Psychotherapeuten in Ausbildung ermöglicht, wobei die Kapazität dafür begrenzt ist.
Die Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie kann auch bei dem durchaus sinnvollen Wunsch, ein „Gegenjahr“ in der Erwachsenenpsychiatrie oder der Pädiatrie zu absolvieren, komplett innerhalb des Klinikums Oberberg absolviert werden, d. h. ohne Wechsel des Arbeitgebers. Innerhalb der Abteilung setzt sich die Weiterbildung aus ganz verschiedenen Komponenten zusammen:

  • Einführungskurs für alle neuen ärztlichen Mitarbeiter der Häuser zu Struktur und Besonderheiten, Rechtsfragen, Aspekten der Krankenhausfinanzierung, Qualitätssicherung sowie Umgang mit dem elektronischen Patientenverwaltungs- und Dokumentationssystem, weiter Einführungen/Wiederholungen zu basalen medizinischen Themen (z. B. rationelle radiologische Diagnostik, Transfusionsmedizin, rationaler Antibiotikaeinsatz, Suchtmedizin…)
  • Kerncurriculum zu vielen alltäglichen stationsärztlichen Aufgaben und kinder- und jugendpsychiatrischen Krankheitsbildern, erstellt in Zusammenarbeit von Fach- und Assistenzärzten als konkreter Ankerpunkt für das Selbststudium
  • Rotation über die (teil-)stationären Bereiche sowie die Institutsambulanz der Abteilung während der Weiterbildungsjahre
  • Praxis- und tätigkeitsbezogene Anleitung mit zwei Visiten pro Woche in jedem stationären Bereich sowie zwei Ambulanzbesprechungen, zum Teil auch mit intensiveren Fallbesprechungen als wesentlicher Lernaspekt
  • Regelmäßige Mitarbeitergespräche im Angebot von Chefarzt und leitendem Oberarzt
  • Supervision und Balintarbeit in verschiedenen Ansätzen, überwiegend gemeinsam mit den Mitarbeitenden anderer Disziplinen und/oder Ärztinnen und Ärzten anderer psychiatrischer Abteilungen
  • Abteilungsinterne monatliche Weiterbildung
  • Weiterbildungscurriculum aller Kliniken im Rheinland mit 38 Themenkomplexen in einem 4-jährigen Turnus
  • Möglichkeit der Mitarbeit an forensischen Gutachten bei entsprechendem Weiterbildungsstand und Einarbeitung in die Grundlagen.

Der Chefarzt verfügt über eine Weiterbildungsermächtigung von 48 Monaten, Erweiterung wird geplant. Neben dem zwingend erforderlichen Facharzttitel verfügt er über Qualifikationen als Psychologischer sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Rehabilitationsmediziner, Klinischer Neuropsychologe, Supervisor sowie Suchtmediziner und forensischer Sachverständiger für Kinder- und Jugendliche.