Im HNO des Klinikum Oberberg werden modernste Untersuchungstechniken und das komplette Spektrum konservativer und operativer Therapieverfahren eingesetzt.

Als hauptamtliche Klinik mit überregionalem Einzugsgebiet führen wir jährlich ca. 3.000 ambulante und stationäre Eingriffe aus. Unsere Klinik verfügt über drei hervorragend ausgestattete OP-Säle und einen Aufwachraum zur postoperativen Überwachung.

Zur Standardausstattung gehören drei moderne Operationsmikroskope ergänzt durch umfangreiches Spezialzubehör für die Anwendung bei endoskopiegestützten minimal-invasiven Operationstechniken in unserem Fachgebiet.

Besondere klinische und operative Schwerpunkte sind:

  • Tumorchirurgie
  • Chirurgie der Nase, der Nasennebenhöhlen und der Schädelbasis
  • Chirurgie des Ohres, inklusive hörverbessernde Operationen und Bielefelder Ballondilatation
  • Plastische und ästhetische Operationen an Nase, Ohr, Gesicht und Hals
  • Traumatologie des Kopf-Hals-Bereichs
  • Speicheldrüsen- und Schilddrüsenchirurgie mit intraoperativem Nervenmonitoring
  • Halsweichteilchirurgie
  • Computergestützte intraoperative Navigation
  • Radiofrequenzverfahren, CO2-Laser für schonende, blutungsarme Eingriffe am Kehlkopf, der Mundhöhle und der Nase
  • Schnarchtherapie
  • Tinnitustherapie

Eine Vielzahl der Eingriffe kann ambulant durchgeführt werden. Bitte fragen Sie uns danach.

Unser ausführliches Leistungsspektrum

Chirurgie des Ohres >>

Um das Hörvermögen unserer Patienten zu verbessern, führen wir sogenannte Tympanoplastiken durch. Bei chronischer Schleimhaut- oder Knocheneiterung des Mittelohres oder bei Otosklerose werden, je nach Befund, das Trommelfell und / oder die Gehörknöchelchenkette entweder mit patienteneigenen Materialien oder mit Titanprothesen wiederhergestellt.

Mit der Bielefelder Ballondilatation steht in unserer Klinik ein kausaler Ansatz zur Verfügung, die Ursache von chronischen Mittelohrentzündungen zu therapieren. Die Firma Spiggle & Theis Medizintechnik GmbH hat der Idee von Herrn Prof. Holger Sudho folgend ein System entwickelt, mit dem die Behandlung der erkrankten Ohrtrompete gut und sicher durchzuführen ist. Dabei wird die Ohrtrompete mittels eines Ballonkatheters erweitert. Die Prozedur ist für den Patienten nicht belastend und lässt sich rasch durchführen. Diese neue Methode ist minimalinvasiv, sehr vielversprechend und gibt eine gute Aussicht auf Erfolg.

Des Weiteren bieten wir Operationen am äußeren Gehörgang bei häutigen oder knöchernen Gehörgangsverengungen sowie Operationen bei Fehlbildungen der Ohrmuschel (Otoplastik zur Korrektur abstehender Ohren) an. Ebenso führen wir Rekonstruktionen des äußeren Ohres nach Trauma oder nach Tumorentfernung von gut- oder bösartigen Tumoren durch. Operationen am Innenohr stellen Abdeckungen der Membran des runden Fensters bei plötzlichem Hörverlust dar, die Druckentlastung des Innenohrs (Saccotomie) sowie die Gleichgewichtsauschaltung bei M. Menière. Selbstverständlich führen wir auch Trommelfellschnitte (Paracentesen) und

Paukenröhrcheneinlagen bei akuten und / oder chronischen Paukenergüssen durch. Die überwiegende Anzahl der aufgeführten Ohroperationen erfolgt mikroskopisch kontrolliert.

Nasenscheidewand- und Nasennebenhöhlenoperationen >>

Bei manchen Menschen sind die Verbindungsgänge durch eine Verkrümmung der Nasenscheidewand (Septumdeviation) oder durch Nasenpolypen so eng, dass sie ständig an Nebenhöhlenentzündungen leiden. Wenn die verschiedenen konservativen Behandlungsmöglichkeiten erfolglos bleiben, kann bei einer chronischen Sinusitis häu­fig nur eine Nasennebenhöhlensanierung unter Vollnarkose, meist in Kombination mit Begradigung der Nasenscheidewand (Septumplastik) und Nasenmuschelchirurgie, dem Patienten Linderung verschaffen. Auch Tumore der Nasennebenhöhlen machen eine Operation erforderlich.

Das Gesicht, die Nase und Nasennebenhöhlen sind ein komplexes Areal, das in direkter Nähe zu wichtigen Gefäßen, Nerven, den Augen und dem Gehirn liegt. Bei operativen Eingriffen in diesem Bereich ist daher äußerste Präzision gefordert.

Aus diesem Grund setzen wir seit 2003 das computergestützte Navigationssystem Kolibri der Firma BRAINLAB ein. Mit Hilfe dieser Behandlungsmethode können wir viel genauer operieren als mit herkömmlichen Techniken. Für den Patienten bedeutet dies ein erhöhtes Maß an Operationssicherheit und verbesserte Ergebnisse. Da wir mit dem Navigationssystem den Eingriff außerdem so klein wie möglich halten können, ist er für den Patienten wesentlich schonender und der Heilungsprozess verläuft schneller.

Ästhetische Chirurgie >>

Das Gesicht als Ausdruck von Vitalität und Gesundheit

Im Bereich der wiederherstellenden und ästhetischen Chirurgie führen wir Korrekturen der äußeren Nase (Septorhinoplastik), der Augenlider (Blepharoplastik) und der Ohrmuscheln (Otoplastik) sowie Faceliftings durch. Bei ästhetischer Nasenchirurgie steht uns ein computergestütztes Programm zur Visualisierung und Beratung zur Verfügung. Außerdem führen wir im Rahmen von Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich sowie nach Unfällen wiederherstellende Operationen durch,  wozu uns zahlreiche plastische Operationsmethoden zur Verfügung stehen, beispielsweise lokale Lappenplastiken bis zu revaskularisierten Transplantaten. Auch Lähmungen (beispielsweise Gesichtsnervenlähmung) werden bei uns operativ behandelt. 

Narben können sich in Breite, Länge, Farbe, Erhabenheit und anderen Eigenschaften vom umliegenden Gewebe abheben und dadurch sichtbar werden. Diese können durch diverse chirurgische Techniken in weniger auffällige Areale verschoben werden, entfernt und durch eine feinere Narbe ersetzt werden.

Mit Injektionsbehandlungen kümmern wir uns um mehr Volumen und weniger Falten in den Gesichtern unserer Patienten. Unter der Verwendung von Hyaluronsäure und Botulinumtoxin behandeln wir Augenfältchen, Lippenfältchen, Nasolabialfalten und Zornesfalten.

Traumatologie >>

Mit einem überregionalen Einzugsgebiet versorgt unsere HNO-Klinik den größten Teil der Patienten mit Traumata des Kopf-Hals-Bereiches im Oberbergischen Kreis. Verletzungen im Kopf-Hals-Bereich entstehen entweder infolge von Arbeitsunfällen, beim Sport oder bei sonstigen Freizeitbeschäftigungen oder im Rahmen von Polytraumen. 

Auch Rohheitsdelikte führen häufig zu Kopf-Hals-Verletzungen. Im Rahmen des Trauma-Zentrums Oberberg erfolgt die Versorgung unserer Patienten in enger disziplinärer Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, der unfallchirurgischen, der allgemeinchirurgischen, der neurochirurgischen sowie der neurologischen Abteilung unseres Hauses.

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über unser operatives Spektrum:

  • Versorgung von Nasenbeinfrakturen
  • Versorgung von Frakturen des Orbitabodens (blow-out-fracture), beispielsweise mittels PDS-Folie, Antralballon
  • Versorgung von Frakturen des Jochbeins und des Oberkiefers, vorwiegend mittels Miniplattenosteosynthese Versorgung von Frakturen des Unterkiefers, mittels Osteosynthese und intermaxillärer Fixation
  • Versorgung von Frakturen Schädelbasis (frontal mit Verletzung der Nasennebenhöhlen, lateral mit Verletzung des Schläfenbeins), beispielsweise die endonasale, mikrochirugische Abdeckung einer Verbindung zwischen Nasennebenhöhlen und Gehirn, die Versorgung einer traumatischen Trommelfellperforation, die Rekonstruktion von Verletzungen des Gesichtsnerven
Speicheldrüsenchirurgie >>

Etwa 70% aller Speicheldrüsentumore sind gutartig. Dennoch müssen sie operativ entfernt werden, da die Dignität des Tumors nur durch eine histologische Untersuchung durch einen Pathologen bestätigt werden kann. Das Besondere der Ohrspeicheldrüse und der Unterkieferspeicheldrüse ist die enge Beziehung zum Gesichtsnerven (N. facialis). Deshalb benutzen wir während der Operation ein Gesichtsnerven-Monitoring, d. h. wir messen die Aktivität des Gesichtsnerven während der gesamten Operation.

Mit diesem Monitoring kann der Gesichtsnerv geschont werden. Besonders die Unterkieferspeicheldrüse neigt dazu, Speichelsteine zu bilden. Diese Speichelsteine führen dazu, dass der Ausführungsgang blockiert wird und aufsteigende Infektionen die Speicheldrüse erreichen. Durch eine Gangschlitzung können diese Speichelsteine der Unterkieferspeicheldrüse häufig geborgen werden.

In besonderen Fällen wird die Speicheldrüse komplett entfernt. Dies kann minimalinvasiv endoskopisch transoral (durch den Mund) erfolgen, so dass äußerlich keine Narbe sichtbar wird.

Schnarchtherapiezentrum Oberberg >>

30 Millionen Menschen in Deutschland schnarchen. Leidet der Schnarcher unter zusätzlichen nächtlichen Atemaussetzern (Apnoen), resultiert ein unausgewogener Schlaf mit sozialen Problemen, Tagesschläfrigkeit oder Depressionen. 

Hinzu kommen eine nachlassende Leistungsfähigkeit und eine Belastung des Herz-Lungen-Systems. Die Polysomnographie, das Herzstück jeder schlafmedizinischen Untersuchung, zeichnet kontinuierlich unterschiedliche Körperfunktionen während der ganzen Nacht auf. Somit kann ein individuelles Schlafprofil erstellt werden, das eine präzise Diagnose von Schlafstörungen ermöglicht.

Nach erfolgter HNO-Untersuchung und Polysomnographie wird zur Vervollständigung der Befunde eine Schlafendoskopie durchgeführt. Diese Untersuchung, bei welcher der Patient medikamentös in einen tiefen Schlaf versetzt wird, erlaubt es die beim Schnarchen in Schwingung geratenen Strukturen, unter Zuhilfenahme eines flexiblen Endoskops, direkt sichtbar zu machen. Liegt eine obstruktive Schlafapnoe (OSA) vor, ist je nach Schweregrad entweder eine cPAP-Therapie (nächtliche Überdruckbeatmung) oder eine operative Therapie möglich. Im Falle einer cPAP-Therapie erfolgt die Weiterbehandlung in der pneumologischen Abteilung des Krankenhauses Waldbröl, in der ein vollständiges Schlaflabor zur Verfügung steht:

Kreiskrankenhaus Waldbröl, Medizinische Klinik 2

Chefarzt Dr. med. S. Brettner

Sprechzeiten Schlaflabor: Montag bis Freitag, 08.00-12.00 Uhr, Tel.: 0 22 91.21 474, Frau Kickartz

Ziel der bei uns durchgeführten operativen Verfahren ist es, die natürlichen Atemflussverhältnisse durch eine ausreichende Weite der Atemwege im Bereich der Nase, des Nasenrachens und des Schlundes wiederherzustellen.

Dem entsprechend umfasst das schnarchtherapeutische operative Spektrum die Chirurgie der Nasenscheidewand und der Nasenmuscheln, des Gaumens und des Zungengrundes. In den meisten Fällen kann minimalinvasiv operiert werden (beispielsweise mittels Radiofrequenz oder Plasma Coblation®.

Narben und Falten >>

Narbenkorrekturen

Narben können sich in Breite, Länge, Farbe, Erhabenheit und anderen Eigenschaften vom umliegenden Gewebe abheben und dadurch sichtbar werden.
Diese können durch diverse chirurgische Techniken in weniger auffällige Areale verschoben werden, entfernt und durch eine feinere Narbe ersetzt werden.

Faltenbehandlungen

Mit Injektionsbehandlungen kümmern wir uns um mehr Volumen und weniger Falten in den Gesichtern unserer Patienten.
Unter der Verwendung von Hyaluronsäure und Botulinumtoxin behandeln wir Augenfältchen, Lippenfältchen, Nasolabialfalten und Zornesfalten.