Im HNO des Klinikum Oberberg werden modernste Untersuchungstechniken und das komplette Spektrum konservativer und operativer Therapieverfahren eingesetzt.

Die Ohrmuscheln sind kompliziert im Hinblick auf Form und Anatomie. Die Ursachen für abstehende Ohrmuscheln bestehen meist in einer Conchahyperplasie, d.h. der Vergrößerung eines Knorpelbereichs des Ohrs oder aber einer verminderten Ausbildung der Knorpelkrümmung (Anthelixfalte). Diese Knorpelanteile sind für die Form des äußeren Ohres verantwortlich. Sind ein oder beide der aufgeführten Merkmale vorhanden, kommt es zu abstehenden Ohren (sogenannte „Segelohren“). Ebenso können die Ohrläppchen (Lobulus) in ihrer Ausformung das Erscheinungsbild des Ohrs beeinflussen. Das Anlegen von abstehenden Ohrmuscheln / Ohrläppchen wird in unserer Klinik routinemäßig ambulant durchgeführt.  

Ohrmuschelkorrektur (Otoplastik)

Der Zugang erfolgt in der Regel durch einen kleinen Einschnitt in die Ohrrückseite, um an den Ohrknorpel zu gelangen. Der Knorpel wird dann mit Hilfe von nicht resorbierbaren Fäden geformt und in Richtung Kopf zurückgebogen. Gelegentlich muss ein größeres Knorpelstück entfernt werden, um nach Ende der Korrektur eine natürlich aussehende Form zu erzielen. In den meisten Fällen hinterlässt eine Ohrkorrektur eine schwache Narbe auf der Ohrrückseite, die im Laufe der Zeit verblasst und dadurch kaum mehr sichtbar wird.
In unserer Klinik wird bei jüngeren Kindern meist eine Vollnarkose empfohlen. In Ausnahmefällen (häufig bei älteren Kindern und Erwachsenen) wird die Ohrkorrektur auch in örtlicher Betäubung vorgenommen. Die Patienten sind während des Eingriffs wach aber entspannt und schmerzunempfindlich.

Nach dem Eingriff

Die Ohren des Patienten werden direkt nach dem Eingriff in einen elastischen Verband eingepackt, um die bestmögliche Form und Heilung zu erreichen. Der Verband wird in der Regel nach einem Tag gewechselt, die Ohren begutachtet und erneut wieder in einen elastischen Verband eingepackt. Je nach Heilungsverlauf kann dieser Vorgang sich einige Male wiederholen. Sobald die Schwellung nachlässt, kann der elastische Verband durch ein Stirnband ersetzt werden. Das Tragen dieses Stirnbandes ist in den ersten Wochen nach der Operation besonders wichtig, speziell nachts.
Nach der Operation können die Ohren für ein paar Tage pochen oder schmerzen. Diese Beschwerden können durch Medikamente abgeschwächt werden. Nähte werden normalerweise innerhalb einer Woche entfernt. Jede Aktivität, bei welcher das Ohr gekrümmt werden könnte, sollte für ungefähr einen Monat vermieden werden. Kinder können meist nach sieben Tagen wieder die Schule besuchen.